Ein zunehmend grauer oder stumpfer Feinsteinzeugboden ist ein typisches Problem in stark frequentierten Objekten. Obwohl die Fläche regelmäßig gereinigt wird, wirkt der Boden mit der Zeit ungepflegt, dunkel oder schmierig.
Häufig wird darauf mit einer höheren Reinigungsmitteldosierung reagiert. Genau das kann das Problem zusätzlich verstärken.
Ein Grauschleier entsteht häufig durch eine Kombination aus Schmutz und Rückständen von Reinigungs- oder Pflegemitteln. Auf diesem Film kann neuer Schmutz besonders gut haften. Es entsteht ein Kreislauf aus stärkerer Verschmutzung, höherer Dosierung und zunehmender Rückstandsbildung.
Typische Anzeichen sind:
Boden wirkt stumpf oder grau
Laufstraßen werden sichtbar
Oberfläche wirkt trotz Reinigung ungepflegt
Boden wird nach der Reinigung schnell wieder schmutzig
Oberfläche fühlt sich teilweise schmierig an
ursprüngliche Farbe des Feinsteinzeugs ist kaum noch sichtbar
Besonders auffällig wird das Problem häufig an Randbereichen oder unter Möbeln. Dort kann die ursprüngliche Oberfläche mit stark frequentierten Bereichen verglichen werden.
Häufige Ursachen sind:
überdosierte Reinigungsmittel
Tensidrückstände
filmbildende Pflegeprodukte
Schmierseifen
unzureichende Schmutzaufnahme
verschmutzte Mopps
ungeeignete Reinigungsverfahren
Fett- und Ölverschmutzungen
fehlende Intensivreinigung
Mit jeder Reinigung kann eine weitere dünne Schicht entstehen.
Diese Rückstände binden wiederum neuen Schmutz.
Vor der Entfernung sollte festgestellt werden, um welche Art von Rückstand es sich handelt.
Organische Verschmutzungen wie Fett, Öl und viele Pflegefilme benötigen eine andere Reinigungschemie als mineralische Ablagerungen.
Bei einem typischen Grauschleier aus Reinigungsmittel-, Fett- und Pflegefilmresten ist häufig eine alkalische Intensivreinigung sinnvoll.
Zunächst sollte eine kleine, unauffällige Fläche gereinigt werden.
So lässt sich feststellen, ob das gewählte Verfahren den vorhandenen Grauschleier entfernt.
Bei organischen Verschmutzungen und Reinigungsmittelrückständen kann ein alkalischer Reiniger eingesetzt werden.
Die Konzentration richtet sich nach Produkt und Verschmutzungsgrad.
Der Reiniger benötigt Zeit, um vorhandene Rückstände anzulösen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, unmittelbar nach dem Auftragen mit der mechanischen Bearbeitung und Aufnahme zu beginnen.
Die Oberfläche wird anschließend mit geeigneten Pads oder Bürsten bearbeitet.
Bei strukturiertem Feinsteinzeug sind Bürsten häufig besonders wirkungsvoll.
Dieser Schritt ist entscheidend.
Die gelösten Rückstände dürfen nicht auf der Fläche antrocknen.
Anschließend wird die Fläche gründlich mit klarem Wasser nachgereinigt.
Nach vollständiger Trocknung sollte die Probefläche mit der unbehandelten Fläche verglichen werden.
Bei einem deutlich sichtbaren Unterschied kann das Verfahren auf die Gesamtfläche übertragen werden.
Auf größeren Flächen bietet sich eine Scheuersaugmaschine an.
Sie ermöglicht eine gleichmäßige mechanische Bearbeitung und nimmt die gelöste Schmutzflotte unmittelbar wieder auf.
Auf stark strukturierten Böden sollten geeignete Bürsten verwendet werden.
Die Entfernung des Grauschleiers löst das Problem nur vorübergehend, wenn anschließend wieder mit dem bisherigen Verfahren gereinigt wird.
Deshalb sollte danach auf ein möglichst rückstandsarmes Unterhaltsreinigungssystem umgestellt werden.
Wichtig sind:
korrekte Dosierung
geeignete Alkohol- oder Neutralreiniger
keine unnötigen Pflegefilme
saubere Mopps
regelmäßiger Moppwechsel
vollständige Schmutzaufnahme
regelmäßige maschinelle Zwischenreinigung
Beide Begriffe sollten nicht verwechselt werden.
Grauschleier entsteht häufig im laufenden Betrieb durch Schmutz sowie Reinigungs- und Pflegemittelrückstände.
Zementschleier ist dagegen ein mineralischer Rückstand, der typischerweise nach Verlege- und Verfugungsarbeiten entsteht.
Deshalb unterscheiden sich auch die Reinigungsverfahren.
Grauschleier → häufig alkalische Reinigung
Zementschleier → häufig saure Reinigung
Die tatsächliche Verschmutzung muss vor der Produktauswahl bestimmt werden.
Häufig haben sich über längere Zeit Reinigungsmittel-, Pflege- und Schmutzrückstände aufgebaut.
Ja. Überdosierte Reinigungsmittel können Rückstände hinterlassen, die wiederum neuen Schmutz binden.
Ja. Scheuersaug- oder Einscheibenmaschinen können in Kombination mit geeigneter Reinigungschemie sehr effektiv sein.
Normalerweise nicht. Feinsteinzeug benötigt in der Regel keine klassische Polymerbeschichtung.
Ein Grauschleier auf Feinsteinzeug ist häufig das Ergebnis eines über längere Zeit aufgebauten Schmutz- und Reinigungsmittelfilms.
Eine intensive Reinigung entfernt die vorhandenen Rückstände. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist anschließend jedoch die Umstellung auf eine rückstandsarme Unterhaltsreinigung.
Mit korrekt dosierten Reinigungsmitteln, geeigneter Mechanik und konsequenter Schmutzaufnahme lässt sich verhindern, dass sich erneut ein Grauschleier bildet.